Visual:Procain 2% Ampullen

Procain 2% Ampullen

  • Die Gebrauchsinformationen
    finden Sie hier.

Darreichungsform und Packungsgrößen:

  • Packung mit 10 Ampullen je 2 ml (N1) PZN – 4493867 apothekenpflichtig
  • Packung mit 50 Ampullen je 2 ml (N3) PZN – 4493873 apothekenpflichtig

Anwendungsgebiete:

Procain 2 % Ampulle ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum vom Ester-Typ). Procain 2 % Ampulle wird in die gesunde Haut eingespritzt (intrakutan) im Rahmen neuraltherapeutischer Anwendungsprinzipien.

Zusammensetzung:

Der Wirkstoff ist Procainhydrochlorid.

  • 1 ml Injektionslösung enthält 20 mg Procainhydrochlorid

Die sonstigen Bestandteile sind:

  • Natriumhydroxid-Lösung (6 %), Salzsäure, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.

Nebenwirkungen:

Unerwünschte, den ganzen Körper betreffende Wirkungen (= Nebenwirkungen) von Procain betreffen vor allem das Zentralnerven- und das Herz-Kreislauf-System. Bei Plasmakonzentrationen, wie sie bei regelrechter Anwendung im Allgemeinen erreicht werden, wird der Blutdruck in der Regel nur geringgradig durch die die Herzkraft und Herzschlaggeschwindigkeit fördernde Wirkung von Procain 2% Ampulle beeinflusst. Procain kann Veränderungen der Erregungsausbreitung im Herzen auslösen,
die sich im EKG zeigen (als abgeflachte T-Welle oder als verkürzte ST-Strecke). Ein Blutdruckabfall kann ein erstes Zeichen für eine relative Überdosierung im Sinne einer herzschädigenden Wirkung sein. Als zentralnervöse Störungen können Missempfindungen um den Mundbereich, Unruhe, Bewusstseinsstörungen oder ein Krampfanfall ausgelöst werden.

Allergische Reaktionen auf Procain 2 % Ampulle in Form von Nesselausschlag, Schwellung des Gewebes durch Wassereinlagerung, Verkrampfung der Atemwege oder Atemnot sowie Kreislaufreaktionen werden selten beschrieben. Örtliche Allergien und allergieähnliche Reaktionen in Form einer Hautentzündung mit Hautrötung, Juckreiz bis hin zur Blasenbildung können bei Kontakt mit Lokalanästhetika vom Ester-Typ auftreten.

Gegenanzeigen:

Procain 2 % Ampulle darf nicht angewendet werden

  • bei Überempfindlichkeit gegen Procain,
  • bei Überempfindlichkeit gegen andere Lokalanästhetika vom Ester-Typ,
  • bei Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide (bestimmte Gruppe von Antibiotika, bestimmte Gruppe von Antidiabetika),
  • bei Überempfindlichkeit gegen Benzoesäure und/oder Parabene (Konservierungsmittel),
  • bei Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels,
  • bei bekanntem Mangel an Pseudocholinesterase (bestimmte körpereigene Substanz) mit der Folge eines erheblich verlangsamten Abbaus von Procain,
  • zur Einspritzung in Schlagadern (intraarteriell), in die Umgebung der äußeren Hüllhaut des Zentralnervensystems (epidural) oder in den Wirbelkanal (spinal).

Wechselwirkung mit anderen Mitteln:

  • Verlängerung der Wirkung durch bestimmte Mittel zur Erschlaffung der Skelettmuskulatur (nichtdepolarisierende Muskelrelaxanzien),
  • Verstärkung der Wirkung durch Physostigmin (Mittel zur Stimulierung eines Teils des vegetativen Nervensystems),
  • Verminderung der Wirksamkeit bestimmter Antibiotika (Sulfonamide).

Procain sollte nicht gemeinsam mit bestimmten Mitteln zur Stimulierung eines Teils des vegetativen Nervensystems (Cholinesterasehemmer) eingesetzt werden. Unter anderem durch den Einfluss auf den Procain-Abbau kommt es zu einer Erhöhung der Giftigkeit von Procain. Durch Zugabe kleiner Atropinmengen ist eine Verlängerung der schmerzausschaltenden Wirkung möglich. Physostigmin (siehe oben) kann in niedrigen Dosierungen einen vorbeugenden Effekt gegen giftige Procain-Wirkungen haben.

Dosierungsanleitung:

Procain 2 % Ampulle wird in Abhängigkeit von der erforderlichen Nervenblockade in die Haut (intrakutan) eingespritzt. Procain 2 % Ampulle sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anwendungen gespritzt werden. Grundsätzlich gilt, dass bei kontinuierlicher Anwendung nur niedrig konzentrierte Lösungen von Procainhydrochlorid angewandt werden. Eine wiederholte Anwendung dieses Arzneimittels kann aufgrund einer Tachyphylaxie (rasche Toleranzentwicklung gegenüber dem Arzneimittel) zu reversiblen Wirkungseinbußen führen. Grundsätzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die gewünschte ausreichende Nervenblockade erreicht wird. Die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles individuell vorzunehmen.

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